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Pressestimmen zu "3(x)

square blue Neue Zürcher Zeitung

Das Tanzstück «Rain Dogs» des schwedischen Choreographen Johan Inger, das vom Ballett Basel zu Songs von Tom Waits als Uraufführung getanzt wird, erzählt von gestrandeten Existenzen. (…) Das alles wird durch das sensible choreographische Timing anrührend und rätselhaft zugleich aufbereitet. Inger kreiert damit für die Basler Kompanie ein eigenwilliges zeitgenössisches Tanzwerk, das sich neben der starken Musik von Tom Waits durchaus behaupten kann. (…) Das Stück «Rébus» fordert die Tänzer bis an die Grenzen ihrer physischen Möglichkeiten. Die Basler Kompanie bewährt sich hier glänzend, tanzt virtuos und trotzt den komplizierten Schrittfolgen homogen. (…) Wie aus einer anderen Welt kommt «Cantata», das mitreissende Schlussstück des Abends daher. Der Choroegraph Mauro Bigonzetti verwendet süditalienische Volksmusik der Musikgruppe Assurd, auch der Tanz ist durch archaische Wildheit und ungestüme Lebenslust gekennzeichnet.

03.10.2011

 

 


 

 

 

square orange Basler Zeitung

Ballettchef Richard Wherlock wagt mit «»3»(x)» eine mutige Mischung: Er kombiniert drei Choreografien, die unterschiedlicher nicht sein könnten – gemeinsam ist ihnen, dass sie den Tänzern und Tänzerinnen Höchstleistungen abverlangen und vom begeisterten Publikum viel Applaus ernten. Johan Inger setzt in «Rain Dogs» auf eine Tanzsprache, bei der die Grenzen zwischen anmutiger Geschmeidigkeit und grotesker Verrenkung zerfliessen, ebenso wie die Grenzen zwischen Frau und Mann, Ernst und Komik. (…) Das Publikum lässt sich von Ingers feinem Sinn für die Absurdität unseres Daseins verzaubern und spendet am Ende der Uraufführung Bravorufe. (…) In «Rébus» ist alles klar, pur, präzis. (…) Wie Zahnräder einer grossen Maschine bewegen sich die Tänzerinnen und Tänzer, und bewahren sich dabei doch ihre Lebendigkeit. 03.10.2011 Tagesanzeiger Höchste Präzision und Kondition werden den 20 Tänzerinnen und Tänzern (Rébus) abverlangt. Sie agieren zur vorwärtstreibenden Musik wie geschmeidig ineinandergreifende mechanische Teilchen. Das hat formale Strenge und ornamentale Verspieltheit in einem. Mauro Bigonzettis «Cantata» bildete dazu das Gegenstück. Sein 1997 für das Gulbenkian Ballet Lissabon geschaffenes Werk ist ein mitreissendes, emotional ausser Rand und Band geratenes Fest der Sinne.

03.10.2011


 

square green Sonntags bz

Kühl und beherrscht, hoch athletisch und abstrakt beginnt der Tanzabend auf der Grossen Bühne des Theaters Basel: ein raffiniert strukturiertes Raum- Licht- und Körperpuzzle in Schwarz und Weiss. Die gleichen Tänzerinnen und Tänzer so gekonnt wie lustvoll in solch gegensätzlichen Idiomen tanzen zu sehen, ist ein Genuss für sich.(…) Mit «Rébus» zum Auftakt nimmt Ballettdirektor Richard Wherlock eine Suite des russischen Komponisten Igor Markewitsch wieder auf, die er selber 1994 zur Uraufführung gebracht hat. Zehn Frauen und zehn Männer nehmen sich in die Scherenbeine, aber es ist nicht Sex, es ist nicht Kampf, es ist reine Struktur. Bravos zum Schluss wie aus einem Mund. (…) Mit «Cantata» zaubert Mauro Bigonzetti den süditalienischen Dorfplatz auf die Bühne (…) Er zerlegt das Aussersichsein in Einzelteile, schickt sie in eine repetitive Schlaufe und gibt so der Dekonstruktion eine sinnlich gefüllte Struktur. (…) Den Höhepunkt des Abends aber bildet seine bescheidene Mitte. Was der Schwede Johan Inger in seiner Uraufführung «Rain Dogs» mit dem Ballett Basel daraus macht, ist schlicht sensationell. (…) Das hat Witz, ohne je in die simple Parodie abzugleiten. Manchmal brauchts überhaupt gar keine Musik, so rein und überraschend ist dieser Tanz. (…) Am Schluss des Abends klatschte sich das Premierenpublikum eine gefühlte Viertelstunde lang seine Freude aus dem Leib.

02.10.2011