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''3'' (x)

Choreographien von Richard Wherlock, Johan Inger, Mauro Bigonzetti (PREMIERE am 30. September 2011; Grosse Bühne)
''3'' (x)

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RÉBUS

überarbeitete Wiederaufnahme

Uraufführung: 1994 Theater Hagen / 2003 Premiere Ballett Basel

Musik: Igor Markewitsch
Choreographie / Bühne / Kostüme: Richard Wherlock
Licht: Jordan Tuinman

Die Ballettsuite «Rébus» des russischen Komponisten Igor Markewitsch ist heute beinaheunbekannt. Obwohl er das Werk 1929 ursprünglich für das Ballett komponierteund dem Impresario der Ballets Russes, Sergej Diaghilev, widmete, wurde die Suite1931 in Paris nur konzertant aufgeführt; erst Richard Wherlock realisierte eine szenische Erstaufführung. Die expressionistische Musik gibt dem Stück den Titel und Wherlock die Gelegenheit zu kraftvollen und scharfkantigen Gruppenchoreographien. Seine Bearbeitung fand überregional grossen Anklang: «Wherlock hat eine temporeiche, abstrakte Ensemblechoreographie geschaffen. Er fordert seine Tänzer bis an die Grenzen ihrer technischen und physischen Möglichkeiten.» Das Stück wird in einer neuen, überarbeiteten Version wiederaufgenommen.

 

RAIN DOGS

Uraufführung

Musik: Tom Waits
Choreographie / Bühne / Kostüme: Johan Inger
Licht: Peter Lundin

Der Schwede Johan Inger hat bereits 2009 ein Stück mit dem Basler Ballettensemble einstudiert. Nun wird er mit Wherlocks Tänzerinnen und Tänzern ein neues Werk kreieren. «Rain Dogs» heisst das neue Stück des in Stockholm geborenen Choreographen, der in Spanien lebt. Vor allem geht es Inger in seiner Arbeit um Gefühle, um die Emotionen, die Bewegungen auslösen. Es genügt ihm nicht, dass Schritte, Drehungen und Sprünge präzise ausgeführt werden. Er will Leidenschaft im Moment des Entstehens. In seiner Arbeit mischt Inger fliessend klassische und zeitgenössische Bewegungen mit abruptem Innehalten und unvermuteten Richtungswechseln.

 

CANTATA

Uraufführung: 1997 Ballet Gulbenkian, Lissabon

Musik: Traditionelle Musik aus Süditalien, arrangiert von der Gruppo Musicale Assurd
Choreographie: Mauro Bigonzetti
Kostüme: Helena de Medeiros
Licht: Carlo Cerri

In «Cantata» wird der Dorfplatz zur Bühne. Die temperamentvolle Musik mit traditionellen Liedern von fünf Sängerinnen, ausgestattet mit Akkordeon, Tamburello und Kastagnetten, sorgt auf der Bühne für ausgelassene Stimmung. Lustvoll verwandelt der italienische Choreograph Mauro Bigonzetti diese Klangwelt zu einem Tanzspiel voller Intensität und Lebensfreude. Er benutzt seine Beobachtungen aus dem süditalienischen Alltag – hitzige Wortgefechte und landestypische Gestik – als Ausgangspunkt zu einem raffiniert stilisierten Tanzfest. In «Cantata» überträgt sich südeuropäische Vitalität unweigerlich auf das Publikum.